Das Projekt

Der Bürgermeister von Pians, Peter Rauchegger, trat an die Communalp mit der Frage nach dem besten Standort für einen Ausbau der Kinderbetreuung heran. Im Laufe der Zeit wurde jedoch klar, dass für eine langfristige Entwicklung nicht nur ein neuer Kindergarten fehlt, sondern noch mehr Verbesserungspotenzial in dem kleinen Ort schlummert.

Fakten

  • CommunAPP: 127 Downloads
  • Studie: 300 Interviews
  • zufriedenheit: 93,1 % bis sehr hoch
  • Workshops: 3 Worldcafés
  • Bauliche Maßnahmen: 144
  • Strukturmaßnahmen: 101

Ist

Um den Ist-Zustand in Wals-Siezenheim abzufragen wurde der Gemeindeentwicklungsprozess mit einer Zufriedenheitsstudie gestartet. Im Rahmen von 300 Telefoninterviews wurden die Bürgerinnen und Bürger in mehreren Themenbereichen zu Ihrer Zufriedenheit abgefragt. So konnten wir zum Beispiel feststellen, dass nur knapp die Hälfte mit dem Angebot am Wohnungsmarkt zufrieden war. Insgesamt gaben die BürgerInnen aber an, gerne (14,6%) bis sehr gerne (83,1%) in Wals-Siezenheim zu leben – ein sehr erfreulich hoher Wert. Zudem wurden noch die Daten und Fakten zur Bevölkerungsstruktur und statistische Erhebungen von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) / Institut für Gebirgsforschung (IGF) durchgeführt, um neben den Nächtigungszahlen auch die Ein- und Auspendelquote sowie die Arbeitslosenrate und viele andere Daten für Empfehlungen und Maßnahmen griffbereit zu haben. Besonders interessant war auch die relativ geringe Zahl an Plätzen für die Kleinkinderbetreuung unter drei Jahren, da diese großteils über Tagesmütter organisiert werden.

Soll

Aufgrund der Größe der Gemeinde und der großen Fläche, wurden nach dem allgemeinen Infoabend in der Bachschmiede drei Workshops an drei unterschiedlichen Orten durchgeführt, in der Bachschmiede, der Volksschule Siezenheim und der Volksschule Viehhausen. Dabei kamen mehr als 150 Personen und brachten ihre Ideen für die Entwicklung ihrer Gemeinde zu Papier. Die sog. Worldcafés wurden von vielen engagierten Experten aus der Gemeinde und dem Gemeindeumfeld geleitet. Diese brachten zu den Themen viel Input und Wissen in die Diskussion mit ein.

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In der Woche, in der die Workshops stattfanden, konnten sich die BürgerInnen auch gerne bei einem gemütlichen Plausch im Wohnwagen der Communalp treffen, dieser war vor dem Gemeindezentrum geparkt. Mehr als 40 Personen nutzten dieses Angebot.
Damit auch jeder und jede BürgerIn die Möglichkeit bekam sich beteiligen zu können, gab es noch die Postkarten, welche per Postwurf in jeden Haushalt kamen und auf der Gemeinde zur Entnahme auflagen. Diese klassische Variante nutzen die BürgerInnen um 156 Karten mit Ideen darauf zu retournieren.
Und zu guter Letzt, hatten die WalserInnen als erste Gemeinde Österreichs die Möglichkeit die von der Communalp eigens für die Gemeindeentwicklung entwickelte APP – die CommunAPP zu nutzen und sich über ihr Smartphone online einzubringen. In der CommunAPP wurden viele Themen diskutiert und es kamen insgesamt 239 Postings mit Ideen zusammen.

Alle diese Beteiligungen brachten insgesamt mehr als 400 Ideen für die Entwicklung von Wals-Siezenheim und wurden von uns gefiltert, zusammengefasst und zu einem Paket von 101 Baumaßnahmen und 144 Strukturmaßnahmen geschnürt. Dieser daraus entstandene Maßnahmenkatalog wurde schlussendlich feierlich an die Gemeinde übergeben und spannende Detailergebnisse aus dem Katalog der Bevölkerung präsentiert.

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